IWC 2004

Walschützer Ortmüller erhält Verbot für die Konferenz der Internationalen Walfang Kommission (IWC)

 

Japan wirbt für Ende des Walfang-Moratoriums

Gleich am ersten Tag des Jahrestreffens der Internationalen Walfangkommission (IWC) ist es heute Montag im italienischen Sorrento zum offenen Streit zwischen Befürwortern und Gegnern der Jagd auf die Meeressäuger gekommen. [19.07.2004, 16:43]

sda. Japan, Norwegen und Island drängten auf eine Freigabe der Tiere zum Abschuss, die USA, Grossbritannien und ein Grossteil Europas dagegen wollen sie weiter schützen.

Der japanische Beauftragte Minoru Morimoto sagte zu Beginn des viertägigen Treffens, sein Land verliere allmählich die Geduld. Wenn das seit 1986 geltende Moratorium nicht aufgehoben werde, wolle Japan die IWC verlassen und eine eigene Organisation gründen. Deutschland warf Japan und Island vor, unerlaubt Walfang zu betreiben.

Japan wirbt aggressiv für Walfang

Rund die Hälfte der 56 IWC-Mitgliedstaaten ist für eine Beibehaltung des Moratoriums, die andere Hälfte ist dagegen. Japan wirbt als weltgrösster Konsument von Walfleisch vehement für ein Ende des Abkommens. Neue Mitglieder aus Afrika und der Karibik unterstützen Japans Standpunkt.

Bei der Tagung in Sorrento deutet sich eine leichte Mehrheit für eine Aufhebung des Moratoriums an. Nötig ist jedoch eine Zweidrittelmehrheit – die als unwahrscheinlich gilt. Doch schon eine einfache Mehrheit wäre für die Walfanggegner nach Aussage von Tierschützern eine «Katastrophe».

Täuschungsmanöver?

Der deutsche Delegationsleiter Peter Bradhering sagte, Japan und Island betrieben unter der Tarnung der wissenschaftlichen Jagd «verkappten kommerziellen Walfang». Die wissenschaftlichen Ergebnisse, die «jedes Jahr wieder präsentiert» würden, seien im Grunde bekannt, sagte er heute Montag dem Südwestrundfunk.

Peter Davies von der Tierschutzorganisation World Society for the Protection of Animals (WSPA) sagte, seit dem Moratorium habe der Walfang aus angeblich «wissenschaftlichen Gründen» wieder zugenommen. Dies müsse gestoppt werden.

Der italienische Beauftragte Giuseppe Ambrosio sagte, Italien sei gegen den kommerziellen Walfang, respektiere jedoch andere Kulturen.

«Wissenschaftliche Zwecke»

Japan und Island fangen jedes Jahr hunderte Wale für angebliche «wissenschaftliche Zwecke». Nach Aussage von Morimoto will das Land seine Fangquoten im Nordpazifik zudem deutlich erhöhen. Auch in der Antarktis werde Japan seine «Forschungsaktivitäten» fortführen. Auch Norwegen ignoriert das Moratorium und will seine Fangquoten noch erhöhen.

Streit gab es am Montag ferner um einen Antrag Japans, Abstimmungen bei der Tagung künftig in geheimer Wahl zu machen. Die USA, Deutschland und Neuseeland lehnten dies energisch ab. Der neuseeländische Beauftragte Geoffrey Palmer sagte, dies wäre ein «riesiger Schritt zurück» in der Demokratie des IWC.

Link : http://www.ebund.ch/artikel_28458.html

 

16.07.2004 - Journal Society GmbH

Walschützer Ortmüller erhält Verbot für die Konferenz der Internationalen Walfang Kommission (IWC)

Hagen (ots) - Die 56. Jahreskonferenz der Internationalen Walfang Kommission findet in diesem Jahr vom 19. - 22.7. in Sorrento/Italien statt. Dem Walschützer und Grindwalexperten Jürgen Ortmüller aus Hagen/Westf. der journalistisch von der Konferenz berichten wollte, wurde die Teilnahme-Auflage erteilt, sich "von den Aktivitäten des
ehemaligen Greenpeace-Gründungsmitglieds Kapitän Paul Watson zu distanzieren", der weltweit neun illegale Walfangschiffe versenkte und sich mit Unterstützung der Schauspieler Pierce Brosnan und Brigitte Bardot gegen die blutige Robbenjagd einsetzt. Weiterhin erhielt Ortmüller das Verbot, während der Konferenz Informationsmaterial über den illegalen Walfang zu verteilen, der durch das Moratorium der IWC bereits im Jahr 1986 verboten wurde.

Ortmüller protestiert seit Jahren gegen den alljährlichen tausendfachen Walfang auf den zu Dänemark gehörenden Färöer-Inseln. Im Jahr 2001 (London) und 2003 (Berlin) war er für die IWC als Journalist akkreditiert, weil er für das Fernsehen und in Zeitungsartikeln über das ungesetzliche Treiben der Färöer berichtet. Das Verbraucherschutzministerium unterstützt durch den deutschen IWC-Delegationsleiter Peter Bradhering Ortmüller´s Bemühungen, mit der Regierung der Färöer-Inseln in Kontakt zu bleiben um den Walfang
dort zu stoppen. Das Auswärtige Amt teilte auf Anfrage der "Journal Society Mediengesellschaft" mit, dass "durch die Bundesregierung bereits auf der 54. Jahrestagung der IWC gemeinsam mit anderen Staaten eine Resolution gegen die Grindwaljagd auf den Färöer-Inseln eingebracht wurde und alle Anstrengungen unternommen werden, die Wale zu schützen, damit sich der Bestand wieder erholen kann".

Der Walschützer Ortmüller konnte mehrfach auf die erhebliche Kontaminierung des Walfleischs auf der Basis wissenschaftlicher Untersuchungen hinweisen. Neben Norwegen, Japan und Island halten sich die Färöer-Inseln nicht an das Walfangverbot der IWC und jagen alljährlich bis zu Tausend Grindwale wobei ein Großteil des Walfleischs nach Angaben von Tierschützern nicht verwertet sondern einfach wieder ins Meer gekippt wird. Die dänische Regierung rät vom Verzehr des Walfleischs ab.

Ortmüller weist seit Jahren durch aufsehenerregendes Bildmaterial und Berichterstattung auf das blutige Treiben der Färöer hin( www.meeresakrobaten.de  und www.presseportal.de ). Mit dem Greenpeace-Mitbegründer Watson, der mit seinem 70-Meter-Schiff vor den Inseln kreuzte, war er im Jahr 2000 auf den Färöer-Inseln und
verhinderte unter ständiger Polizeiaufsicht mit seinem damals 18-jährigen Sohn Maik den Walfang. Ortmüller: "Ich gehöre keiner Tierschutz-Organisation an und halte mich insbesondere aufgrund meines Berufs als Steuerberater und Steuerstrafverteidiger an die
Gesetze. Wenn der legendere Kapitän Paul Watson meine Aktivitäten unterstützt, kann mir dies nur Recht sein. Die Verbote und Einschränkungen der IWC aufgrund meiner eigenen Tierschutz-Aktivitäten hinsichtlich meiner journalistischen Tätigkeit weise ich auf das Schärfste zurück. Sie entsprechen weder demokratischen noch gesetzlichen Grundlagen. Die IWC sollte sich lieber ihrem erklärten und nicht erreichten Ziel widmen, den Walfang weltweit zu stoppen. Das maritime Gleichgewicht ist erheblich gefährdet und Bürokraten der IWC verhindern durch einschränkende Berichterstattung eine breite Öffentlichkeitsarbeit. Wenn intelligente Meeressäuger ausgerottet werden, die man nicht
nachzüchten kann, sterben die Meere ebenso wie der Planet, wenn wir Menschen nicht verantwortungsvoll mit der Natur und seinen Bewohnern umgehen."


ots Originaltext: Journal Society GmbH
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Pressekontakt:

Jürgen Ortmüller
0172/876 2002

 

 

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