Künast: Walbestände dauerhaft schützen - Freitag, 10. Mai 2002

Bundesverbraucherministerin Renate Künast fordert einen dauerhaften Schutz der Walbestände. Anlässlich der 54. Jahrestagung der Internationalen Walfang-Kommission (IWC), die am 13. Mai mit den vorbereitenden Facharbeitsgruppen in Japan beginnt, sagte Künast: „Ich setze mich mit großem Nachdruck dafür ein, das Walfangverbot aufrechtzuerhalten und einen dauerhaften Schutz der Walbestände sicherzustellen.“ Sie betonte, die deutsche Delegation werde sich auf der IWC wie auch im vergangenen Jahr mit allen Kräften für den Fortbestand des Walfangverbots im Verein mit den anderen gleichgesinnten Walschutzländern einsetzen. Dabei gehe es auch um eine weitere Verbesserung von Kontroll- und Sanktionsmechanismen.

Die Ministerin erinnerte daran, dass sie ihre norwegischen und japanischen Amtskollegen nachdrücklich um Beachtung des bestehenden Walfangverbots und um Einstellung des kommerziellen sowie des sogenannten wissenschaftlichen Walfangs gebeten habe. In der Internationalen Walfang-Kommission trete die deutsche Delegation für die Errichtung von Walschutzgebieten im Südpazifik und im Südatlantik ein und bemühe sich dafür um die Unterstützung anderer Länder.

„Ich hoffe, dass wir auf der diesjährigen Tagung der IWC Fortschritte für den Walschutz erreichen können. Große Sorge bereitet mir, dass Japan seinen Walfang weiter ausdehnen will und dass es trotz des Handelsverbots für Walfleisch – sogar Walfleisch und –fett importiert. Dies ist aus ökologischen Gründen nicht hinnehmbar. Dies ist aber auch aus Verbraucherschutzgründen höchst bedenklich. Denn insbesondere Walfett ist so stark mit Rückständen belastet, dass es auf keinen Fall für den menschlichen Verzehr freigegeben werden dürfte“, so Künast.

Quelle/Text: http://www.bml.de ( BMVEL )

 

 

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