US-Navy beschießt Schwertwale und Schweinswale mit tödlichem
Unterwasser - Sonar (CS) - Donnerstag , 15. Mai 2003


Bei einem der bislang heftigsten Einsätze von Unterwasser-Sonar
durch einen Lenkwaffen-Zerstörer der US-Navy bei Vancouver
Island vor der Küste Kanadas wurden mehrere Schweinswale
getötet. 22 Schwertwale, die in den Sonartest gerieten,
entgingen nach Angaben von Beobachtern nur knapp einer
Strandung.

Während der fünfstündigen Übung wurden von der "USS-Shoup DDG
86" intensive mittelfrequente 3kHz Pings mit einer Lautstärke
von über 200 Dezibel abgegeben. Die Unterwassersonarlaute waren
so laut, dass Touristen, die sich an der Küste der nahe
gelegenen Insel San Juan Island aufhielten, sie hören konnten.

Militärische Sonar-Experimente haben bereits mehrfach Wale und
Delfine getötet. Vor 3 Jahren starben nach einem Manöver bei den
Bahamas 17 Schnabelwale, im vergangen Jahr wurden nach einem
NATO-Manöver 15 tote Schnabelwale an die Strände der
Ferieninseln Fuerteventura und Lanzarote gespült. Die Kadaver
der jetzt bei Vancouver Island getöteten Schweinswale werden
derzeit auf Verletzungen ihres Hörapparates untersucht.

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) wendet sich im
Rahmen der "International Coalition for Silent Oceans" mit einer
Petition gegen den militärischen Einsatz von
Hochleistungssonarsystemen, die meist zum Aufspüren feindlicher
U-Boote eingesetzt werden. Diese mittel- bis hochfrenquenten
Sonarsysteme werden mit einer enormen Schallintensität
ausgesandt und sind oft noch in mehreren hundert Kilometern
Entfernung zu hören. Bei den sich hauptsächlich akustisch in
ihrer Umwelt orientierenden Walen und Delfinen führen sie zu
Kommunikationsstörungen, lösen Fluchtverhalten aus und können
zum Ausfall bestimmter Hirnareale und Zerstörungen im Innenohr
führen, durch die die Tiere sterben.

Die Petition gegen die hochleistungsfähigen Sonarsysteme steht
auf der GRD-Homepage zum Download bereit unter:

link: http://www.delphinschutz.org/dokus/Sonarsysteme.pdf

 

ECOP-marine HOME