Frankreich zu Maßnahmen gegen das Delfinsterben aufgefordert

14.02.2002

Immer noch verursacht die Fischerei den Tod zehntausender Delfine. Im Dezember 2001 wurden erneut Hunderte Delfinkadaver an französische und britische Strände gespült.

Als Hauptverursacher wird das Spannen von Netzen zwischen zwei Trawlern vermutet. Die Europäische Kommission forderte nun von Frankreich Maßnahmen um dies zu stoppen, denn französische Fischer stehen in Verdacht mit dem von ihnen häufig betriebenen "pair-trawling“ den Tod vieler Delfine zu verursachen.

Beim "pair-trawling“ ( Pelagische Schleppnetzfischerei )  wird ein Netz zwischen zwei Fischtrawler gespannt und über Stunden durchs Meer gezogen.  

Diese Fangmethode setzen auch Englische, Irische und Niederländische Fischer ein. 

Der "unerwünschte Beifang" von  Meerssäugern wird dabei bewusst in Kauf genommen. Wie eine neue irische Studie belegt, sind neben den gemeinen Delfinen auch Grindwale, geschützten Steifendelfine und Atlantische Weißstreifendelfine unter den Opfern.

Beim Einholen der Netzte werden Delfine und Kleinwale von den Fischern aus dem Netz herausgeschnitten, oft auch wenn diese noch leben. 

Die an den Stränden angetriebenen Kadaver wiesen  Verstümmelungen auf, welche diese Praxis eindeutig belegen.

Ab März 2002 sollen Test mit einer neuen Netzart beginnen. Diese neue Netztechnik soll es Delfinen und kleinen Walen ermöglichen zu entkommen. Für den Fall das die Tests negativ ausfallen, schließt Elliot Morley, britischer Fischereiminister, ein Verbot des "pair-trawling", zumindest für britische Gewässer, nicht aus.

Quelle: The Independent / wdcs

 

 

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